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Solferino und San Martino della Battaglia

Solferino und San Martino della Battaglia

Der "Torre di San Martino" (St.Martins Turm) und den "Rocca di Solferino" (Felsen von Solferino) sind nicht nur malerische Ausflugsziele mit einem atemberaubenden Panorama, sondern auch authentische und historische Zeitzeugen der berühmten Schlacht vom 24. Juni 1859:es ist eine Zeitreise in die wichtigsten Stunden der Geschichte Italien. Dieses Datum ist für die italienische Geschichte von so großer Bedeutung, dass ihm auch heute noch regelmäßig gedacht wird. Ging es bei der Schlacht in Solferino und San Martino doch um nicht geringeres, als die Unabhängigkeit des heutigen Italiens.

Die Felsfestung von Solferino
Die beeindruckende Festung von Solferino liegt auf dem höchsten Berg in der Provinz Mantua und verfügt über eine grandiose 360 Grad-Aussicht. Der Felsen auf dem die Festung einst erbaut wurde wird nicht umsonst von den Einheimischen als „Spia d'Italia" („Spion von Italien" ) bezeichnet. Von der Terrasse der Festung aus, hat man bei klarere Sicht einen Blick bis auf den Gardasee und den Turm von San Martino, sowie die Ausläufer der Apenninen, die Stadt Castiglione delle Stiviere und weitläufige Po-Ebene. Umgeben ist das im Jahr 2011 aufwendig restaurierte Bauwerk von einer ausladenden Parkanlage , in der Besucher auf den Pfaden der geschichtlichen Ereignisse wandeln können die einst ganz Europa in Atem hielten. Hier befindet sich auch die Rotkreuz-Gedenkstätte zu Ehren der bis heute bestehenden Organisation, deren Idee ebendort ihren Ursprung fand.

Die Festung von Solferino beherbergt heute ein Museum , in dem historische Dokumente zur Geschichte der Festung und der Münzprägeanstalt der Gonzaga von Solferino ausgestellt sind. Im „Saal der Könige" können die eindrucksvollen Porträts der wichtigsten , mit der Geschichte Solferinos verbundenen Persönlichkeiten bewundert werden, darunter unter anderem Napoleone III. Etwas abseits des Museums befindet sich die Kirche mit Namen „San Pietro In Vicoli“ , in deren Innerem 1413 Schädel und unzählige Knochen der in der historischen Schlacht Gefallenen aufbewahrt werden, weswegen die Kirche auch als Gebeinkapelle bezeichnet wird. Der Eintritt in die Kapelle und den Park ist kostenfrei.

Der "Torre di San Martino" (St.Martins Turm)
Besucher die den Torre di San Martino hinaufsteigen , werden mit einer belohnt eine wunderbare Aussicht über das Dorf bis hin zu den Bergen Norditaliens belohnt. Im Inneren des Turms gibt es zudem aufwendige Kunstwerke in den historische erhaltenen Turmzimmern zu bewundern. Umgeben ist der Turm von einer gepflegten Parkanlage, die zum Flanieren geradezu einlädt. Dort befindet sich übrigen auch die „Villa Contracagna“ , die während der Schlacht von 24. Juni 1859 hart umkämpft wurde.

Hinter dem Turm befindet sich das Museum von San Martino, das in drei Räumen die Geschichte der Schlacht und der Region dokumentiert. Hier befinden sich Kanonen, weitere Waffen, Uniformen, Landkarten und Alltagsgegenstände der Soldaten. Außerdem sind Gemälde der Hauptakteure der Schlacht zu sehen. Begleitetet wird die Ausstellung von schriftlichen Erklärungen zu Geschichte und Bedeutung der Ausstellungsgegenstände. Unweit des Museums befindet sich ebenfalls eine Gebeinkapelle, in der insgesamt 1247 Schädel Knochen von 2619 Gefallenen aufbewahrt werden, übrigens ohne Bezeichnung oder Dokumentation ihrer nationalen Herkunft.



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